Archiv des Autors: tinogassmann

TAGUNG „Wohlstand neu definieren – Thüringens Weg aus der Wachstumsgesellschaft“ am Samstag, den 26.05.2018 von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr in Weimar

Wohlstand neu definierenEs hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass unsere auf materiellem Wachstum basierende Lebens- und Wirtschaftsweise an dem Ast sägt, auf dem wir alle sitzen. Neue Erzählungen und Konzepte sind gefragt, wie und wofür wir leben wollen. Die Frage ist, wie sollen diese aussehen? Das wollen wir mit möglichst vielen verschiedenen Thüringer Akteur*innen gemeinsam entwickeln. Dazu soll diese Tagung im inspirierenden Klimapavillon zu Weimar der Auftakt sein. Seid dabei, wenn wir die neue Zukunft Thüringens denken!

Wo – Klimapavillon des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz, Beethovenplatz in Weimar / Wann – Samstag, 26.05.2018 – 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Für vegane Verpflegung sorgt das Gartenliebe-Team (8,- € pro Person, ermäßigt 5,-€) / Für Kinderbetreuung ist gesorgt (um Anmeldung an info@dakt.de wird wegen der besseren Organisation gebeten.)

Das Programm kann hier abgerufen werden.

flyerS1flyerS2

Bericht zur Veranstaltung zur naturnahen Waldbewirtschaftung am 09. April 2018

Am 09. April fand in Erfurt ein spannender Diskussions- und Vortragsabend zum Thema „Naturnahe Waldbewirtschaftung in der kommunalen Praxis“ statt. Nach einführenden Worte des grünen Landtagsabgeordneten Roberto Kobelt zur aktuellen Situation im Land stellte Elmar Seizinger vom FSC Deutschland e.V. die in Deutschland geltenden einheitlichen Standards der FSC-Zertifizierung vor. Diese Standards umfassen die gesamte Produktionskette om Forst und beinhalten beispielsweise Qualifikationsanforderungen für das Forstpersonal, ein generelles Pestizidverbot, größere Rückengassenabstände, Bürgerbeteiligungsverfahren, Kahlschlagsverbot usw..

Anschließend stellte Lutz Fähser, Forstdirektor i.R. aus Lübeck das sog. Lübecker Modell der Waldbewirtschaftung vor, welches Mitte der 90er Jahre entwickelt wurde. Dieses Modell basiert vor allem auf der Idee, der natürlichen Entwicklung des Waldes Vorrang zu geben und mit einer gewissen Genügsamkeit sowie möglichst wenigen Störungen mit dem Wald fortwirtschaftlich umzugehen. So werden in Lübeck 10 Prozent der Waldfläche gar nicht genutzt, um anhand der dortigen Biotop-Entwicklung etwas über die natürliche Entwicklung des Waldes zu lernen. Außerdem werden nichteinheimische Baumarten reduziert und dafür die einheimischen Baumarten gefördert, es werden weniger Pflegeeingriffe vorgenommen und Bäume dürfen länger stehen. Das hat einerseits eine deutliche Kostenreduzierung in der Bewirtschaftung zur Folge und andererseits entstehen hochwertigere Bäume, die einen höheren Ertrag erzielen. Im Ergebnis dieser Waldbewirtschaftung zeigte sich,  dass es nicht nur einen deutlichen Tierzuwachs gab und der Anteil heimischer Baumarten anstieg. Auch der Baumvorrat verdoppelte sich fast. Ganz besonders ist darauf hinzuweisen, dass auch der Ertrag je Hektar pro Jahr deutlich anstieg. Damit zeigt sich, dass ökologische Waldbewirtschaftung und gute fortwirtschaftliche Nutzung sich keineswegs ausschließen – im Gegenteil.

Dr. Siegfried Klaus von der LAG Waldnaturschutz des NABU Thüringen e.V. stellte anschließend in einem sehr interessanten und bilderreichen Vortrag die Zusammenhänge zwischen der Artenvielfalt und einer ökologischen Waldbewirtschaftung vor.

Abschließend stellte Olaf Schubert von der Stadtforstverwaltung Jena, das Jenaer Konzept des Stadtforstes vor. Dieses orientiert sich insbesondere an einer bäuerlichen Nutzungsweise, kombiniert mit Walderlebnispfaden und waldpädagogischen Angeboten. Mit Rückegassenabständen von 40 Metern und dem Einsatz von Pferden beim Rücken der gefällten Bäume versucht die Stadt Jena schonen den Wald zu bewirtschaften. Außerdem wird analog dem Lübecker Modell die natürliche Dynamik des Waldes gefördert und werden nur wenige Eingriffe in den Wald vorgenommen. Auch hier werden 10 Prozent der Fläche fortwirtschaftlich nicht genutzt.

Die Vorträge der Referenten werden hier in Kürze veröffentlicht. Ihr könnt bei Facebook die Vorträge euch anschauen.

https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fdaktev%2Fvideos%2F1642499055871240%2F&show_text=0&width=267

Fortbildung „Klappern gehört zum Handwerk – Öffentlichkeitsarbeit für ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in der Kommunalpolitik, in Vereinen und Verbänden“

Fortbildung PROEA

Die Öffentlichkeitsarbeit verändert sich zusehends. Am derzeitigen Wahlkampf kann man sehen, wie sehr die sozialen Medien den Bereich verändern. Wir wollen die Grundlagen der PR besprechen, sie auf unseren jeweiligen Arbeitsbereich „zuschneiden“ und die Teilnehmer*innen befähigen, das Gelernte mit in ihr Arbeitsumfeld / ihren Verein zu nehmen, um die anderen ebenfalls weiterzubilden. Von der Pressemitteilung, über den Umgang mit Journalist*innen, die sozialen Medien bis hin zu Veranstaltungen reicht dabei das Spektrum.

Konkret bestimmt werden die Themen durch die Vorkenntnisse der Teilnehmer*innen und ihre dringendsten Probleme, da die Öffentlichkeit ein so weites Feld ist, dass man, wenn man alles behandeln wollte, nur an der Oberfläche kratzen könnte. Bei Bedarf kann später mit einer weiteren Veranstaltung auf dem Seminar aufgebaut werden.

Die Fortbildung wird begleitet durch Grit Hasselmann. Sie ist erfahrene Journalistin und Moderatorin. Nach Stationen bei Radio PSR, MDR & ZDF war sie jahrelang Programmdirektorin eines freien Radiosenders.

Die Fortbildung findet am 21.04.2018 in der DAKT-Geschäftsstelle, Lutherstraße 5, 99096 Erfurt statt. Um vorherige Anmeldung bis zum 18.04.2018 an info@dakt.de wird gebeten.

Die Teilnahmegebühr beträgt für DAKT-Mitglieder 10 Euro, für Nichtmitglieder 15 Euro.

Kommunaler Klimaschutz in Mühlhausen – Diskussionsveranstaltung am 28.03.2019

kommunaler klimaschutz dakt2​Entscheidungen zum Klimaschutz werden meist auf nationaler und internationaler Ebene getroffen. Zur Erreichung ambitionierter Klimaschutzziele bedarf es allerdings auch eines Beitrags der Kommunen. Gerade angesichts von Trump und Co wird es immer wichtiger, dass wir uns vor Ort selbst der Herausforderung des Kommunalen Klimaschutzes stellen.
Doch wie geht kommunaler Klimaschutz? Wo genau liegen die Einsparpotenziale für Kommunen? Welche Klimaschutzmaßnahmen sind für eine Stadt wie Mühlhausen eigentlich möglich? Welche Erfahrungen haben andere Kommunen im kommunalen Klimaschutz bereits gemacht? Diesen und anderen Fragen wollen wir in einer Diskussionsveranstaltung nachgehen. Gerd Joksch, langjähriger grüner Stadtbaurat in Münster und ehrenamtlicher Bürgermeister in Münster wird dabei einen Einführungsvortrag zum Kommunalen Klimaschutz halten. Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns wird an diesem Abend seine Klimaschutz-Perspektiven für die Stadt Mühlhausen präsentieren.

Moderiert wird die Veranstaltung von Olaf Müller, grüner Landtagsabgeordneter und Biologe.

Die Diskussionsveranstaltung findet am Mittwoch, den 28. März um 18:30 Uhr im Grünen Büro (Herrenstr. 21) in Mühlhausen statt.

Veranstaltung: Naturnahe Waldbewirtschaftung in der kommunalen Praxis am 09. April 2018 um 17 Uhr in Erfurt

Sahrepic Naturnahe WBWVersumpfte Rückegassen, Sturmschäden durch Monokulturen, Zerstörung von Lebensräumen – all dies sind Folgen industrieller Forstwirtschaft. Doch es geht auch anders. Naturnahe Forstwirtschaft schont den Wald: die Entnahme erfolgt spät und schonend, die Aufforstung erledigt Mutter Natur auch gleich selbst. Am Ende erreichen solche Wälder einen höheren Ertrag und gleichzeitig wegen ihrer ökologischen Vielfalt einen viel größeren Erholungswert

Wie sieht das in der Praxis aus? Dazu werden uns am 09. April 2018 um 17 Uhr im Haus Dacheröden in Erfurt spannende Gesprächspartner Auskunft geben.

Einleitende Worte von Roberto Kobelt, Landtagsabgeordneter für die Grünen

  1. FSC – Anforderungen des Bürgers an seinen Wald  – Elmar Seizinger, FSC Deutschland e.V.
  2. Das „Lübecker Modell“ – Dr. Lutz Fähser, ehemaliger Stadtförster in Lübeck
  3. Entwicklung von Zeigerarten in unterschiedlich naturnah genutzten Wäldern – Dr. Siegfried Klaus, NABU Thüringen
  4. Naturnahe Waldbewirtschaftung im Stadtwald, Herr Schubert, Stadtförster in Jena (angefragt)

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

KOMMUNALPOLITISCHE EXKURSION „DIE VERBANDSGEMEINDE IN RHEINLAND-PFALZ. EIN VORBILD FÜR THÜRINGEN?“ AM 16. MÄRZ 2018

5a8bf7b13519a

Trotz des vorläufigen „Endes“ der Gebietsreform in Thüringen wird die Diskussion um zukunftsfähige Gemeindestrukturen für Thüringen weiter gehen. Das Modell der Verbandsgemeinde nach rheinland-pfälzischem Vorbild wird in diesem Zusammenhang sicherlich weiterhin eine Rolle spielen.

Wir wollen deshalb gemeinsam mit Dirk Adams, Fraktionsvorsitzender und kommunalpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag, eine Exkursion nach Rheinland-Pfalz unternehmen und uns vor Ort über das dortige Modell der Verbandsgemeinde informieren.

So werden wir uns in Mainz mit der kommunalpolitischen Sprecherin der rheinland-pfälzischen Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Pia Schellhammer treffen und uns zudem mit Vertreter*innen des dortigen Gemeinde- und Städtebundes und des Innenministeriums unterhalten. Danach fahren wir gemeinsam in die Verbandsgemeinde Wonnegau, um vor Ort mit Gemeindevertreter*innen über deren Erfahrungen mit diesem Gemeindemodell sprechen. Am Abend treten wir den Heimweg nach Thüringen an.

Habt Ihr Lust an der Exkursion teilzunehmen? Dann meldet Euch ganz einfach bis spätestens 08. März 2018 per kurzer Mail an info@dakt.de an. Die Teilnahmegebühr (inkl. Mittagessen) beträgt regulär 20,00 €, für DAKT-Mitglieder 15,00 €.

Die Einladung und den Ablaufplan findet Ihr hier.

Euer DAKT-Team.